3. SSW

Dritte Schwangerschaftswoche

3. SSW - Die dritte Schwangerschaftswoche

Die Eizelle. Entwicklung im Koerper

Entwicklung in der 3. SSW
3. SSW
Wir befinden uns in der 3. Schwangerschaftswoche, kurz oftmals auch als 3. SSW bezeichnet. Die letzte Periode ist 2 Wochen her. Jetzt findet der Eisprung (Ovulation) statt und es wird richtig spannend: Die Eizelle kann in einem Zeitrahmen von 12 Stunden befruchtet werden. Von den 300 Millionen Spermien schaffen etwa 300 den halbstündigen Marathon zur Eizelle, aber nur EINEM Spermium wird es gelingen, sich durch die schützende Hülle der Eizelle zu bohren. Trifft das Spermium auf die Eizelle, kommt es mit einem bestimmten Protein in der Eischale in Kontakt. Das führt dazu, dass sich der Samenfaden des Spermiums auflöst und Enzyme freisetzt, die ein winziges Loch in der Eihülle entstehen lassen. Jetzt ist der Moment gekommen: Das Spermium versucht mit aller Kraft in die Hülle einzudringen. Bis die Eizelle endgültig erobert ist, dauert es knapp 20 Minuten. Damit danach keine weiteren Spermien Einlass erhalten, verhärtet sich die Hülle der Eizelle nach der Befruchtung wieder. Geschafft! Von all dem merkt die werdende Mama leider nichts. Der Körper sendet keine bestimmten Botenstoffe oder Signale aus. Erstes Signal der Schwangerschaft ist meist das Ausbleiben der nächsten Periode.

Eizelle erobert – und jetzt?

Unglaublich, aber schon jetzt steht eine Menge über das Kind fest. Zum Beispiel, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird. Die Eizelle selbst enthält immer ein X-Chromosom. Das Spermium dagegen trägt entweder ein X- oder ein Y-Chromosom in sich. Bei einem Y-Chromosom wird es ein Junge, bei einem X-Chromosom wird es ein Mädchen. Die befruchtete Eizelle hat, abhängig vom Entwicklungsstadium, ganz verschiedene Namen. In der Woche nach der Befruchtung spricht man von Zygote, danach von Morula. 4 Tage wandert die Eizelle nun durch den Eileiter und verdoppelt unentwegt ihre Zellen. Nach knapp 5-7 Tagen ist das Babyzimmer Gebärmutter erreicht. Die Morula nistet sich in die Gebärmutterschleimhaut ein (Nidation) und bildet hierfür einen Hohlraum, der einen kleinen Zellhaufen enthält. Morula und Zellhaufen sind durch eine kleine Brücke, der späteren Nabelschnur, verbunden. Jetzt wird die Eizelle als Blastozyste bezeichnet. Wenig später entsteht ein Flüssigkeitskreislauf, durch den Nährstoffe von der Schwangeren in die Morula gelangen. Eine neue Hülle bildet sich heraus und beginnt zu wachsen – aus ihr wird später der Mutterkuchen (Plazenta). Und endlich beginnen auch die vielen kleinen Zellen innerhalb der Eizelle sich langsam zu einem Kind zu entwickeln. Die Gebärmutter sendet mit Hilfe eines Hormons, dem humanen Choriogenadotropin (HCG) das Signal an den Körper, dass eine Schwangerschaft besteht. Dieses Hormon ist auch die Basis für den Schwangerschaftstest. Der Embryo beginnt Stück für Stück zu wachsen und wenn es ein weiblicher Embryo ist, bilden sich bereits jetzt die Eizellen, die später für eine eigene Schwangerschaft gebraucht werden. Es ist also vorgesorgt. In der 3. SSW ist das Kind ungefähr 0,2 mm groß.
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